frisch von der Demo

Die politische Internet-Zeitung aus Duisburg

Komme gerade frisch von der Demo, oder besser gesagt von der Kundgebung.  

FÜR DEN ERHALT DES TOEPPER - FREIBADES

 

Es muss schon etwas länger her sein, dass ich das letzte Mal an einer Demonstration teilgenommen habe. Wie Sie wissen, handelte es sich um einen Sternmarsch, d.h. es gab vier Treffpunkte, von denen aus sich die jeweiligen Fackelzüge zur Kundgebung auf dem Parkplatz des Toepperbades in Bewegung setzten.
Meine Frau und ich fuhren zunächst zum Bergheimer Markt. Erstens, weil das der uns nächst gelegene Sammelpunkt, und zweitens, weil es der kürzeste Demo-Zug war. Für mich freilich viel zu weit, um ihn zu Fuß gehen zu können. Ich saß also im Rollstuhl, und meine Frau schob. Ich hatte folglich nicht den vollen Überblick, und ich war auch nicht als Beobachter dort, sondern als Demonstrant (über den Geschmack von Wörtern mit der Endung „–ant“ habe ich mich verschiedentlich geäußert). Was ich hier schreibe, ist also kein Bericht, geschweige denn eine Reportage, sondern ein

erster Eindruck

Eine Demo, nicht in Bonn oder Berlin, nicht in Düsseldorf oder wo sonst so etwas läuft, sondern hier in Rheinhausen, durch „mein“ Bergheim. Um 17:00 Uhr zogen wir los, vom Bergheimer Markt über die Impelmann-Kreuzung in die Jägerstraße, etwas weiter rechts in „meine“ Beekstraße, und schon waren wir auf dem Parkplatz. Inzwischen war es richtig dunkel; dafür war der Kundgebungsort gut beleuchtet. Gott meinte es gut mit uns: es hat nicht geregnet. Aber es war saukalt. Gott sei Dank, oder wem auch immer: Glühwein gab es zu kaufen. Ob die vielen Fackeln relevant gewärmt haben, keine Ahnung, mir kam es jedenfalls so vor.
Wir vom Bergheimer Markt waren – logischerweise: kürzester Weg – die ersten. Aber, weil es eben Fackelzüge waren, konnten wir die anderen drei aus den verschiedenen Richtungen kommen sehen. Das sah schon imposant aus! Nun saß ich ja – wie gesagt – im Rollstuhl. Freilich hätte ich für ein oder gar zwei Minuten aufstehen und gucken können. Aber machen Sie das mal: sich erst im Rolli schieben lassen, und dann mal locker aufstehen. Das heißt: probieren Sie es nicht, es kommt einfach nicht so gut an!
Und selbst wenn ich es gewagt hätte (und wenn es etwas gebracht hätte, hätte ich): ich bin einfach nicht in der Lage, bei so vielen Menschen die Teilnehmerzahl zu schätzen. Deshalb bleibe ich im Unverbindlichen: einige Hundert werden es schon gewesen sein.
Auf der Kundgebung sprach zunächst Hajo Klein, der danach ein Grußwort des Alt-OB Josef Krings verlas. Danach bekundete Theo Steegmann, alter Recke aus dem Stahlarbeiterkampf, seine Solidarität. Es folgten Hermann Dierkes, Stadtverordneter der Linkspartei, Jürgen C. Brandt, Duisburgs langjähriger Stadtdirektor, und Rainer Bischoff, DGB-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter für den Duisburger Westen. Zum Schluss redete Manfred Osinger, selbstverständlich nicht als Duisburger Bürgermeister (das darf ja nicht), sondern als SPD-Ortsvereinsvorsitzender.

Jedenfalls: die Auftaktveranstaltung hat ein Zeichen gesetzt: der Bürgerentscheid ist zu packen!

 

Werner Jurga, 17.11.2007

 

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